Szenische Lesung

 

Giovanni Boccaccio

DEKAMERON

 

Premiere am 24. und 25. April 2021

19.30 Uhr

Güterhallen Solingen. Halle 26.

  

© Astrid Kirschey

 

1348. Die Pest erreicht im Frühjahr Florenz.

Geschätzt hunderttausend Menschen sterben an der Seuche. Fast die Hälfte der Bevölkerung.

Die Gesellschaft zerfällt. Sitten, Werte und moralische Grenzen gelten nichts mehr. Tod und Entsetzen sind überall. Anarchie und der Zulauf zu obskuren Sekten und selbsternannten Heilsbringern sind Folgen dieser Katastrophe. In dieser von Verzweiflung und Untergangsvisionen geprägten Zeit schreibt Giovanni Boccaccio das DEKAMERON.

Worum geht es da?

Der Dichter schickt uns mit einigen jungen Leuten, die dem Entsetzen in ihrer Stadt den Rücken kehren wollen, in traumhaft schöne italienische Gärten. Zehn Tage und zehn Nächte erzählen sie einander Geschichten von Hoffnungen, Freuden und Genüssen. Arm und Reich, Schlau und Dumm, Hoch und Niedrig, Hässlich und Schön – alles bekommt seinen speziellen Auftritt.

Heute, aus der Distanz von mehr als 600 Jahren fühlen wir, wie nahe sie uns sind, wenn sie sich amüsieren. Hier behauptet sich das Leben selbst mit Humor und Gelächter gegen die Verzweiflung, welche die Seuche verbreitet.

Tatsächlich ist dies der Beginn einer Epoche von berauschender Frische und Schönheit. Nie wieder hat die Menschheit in so kurzer Zeit so viele sinnvolle und bahnbrechende Erfindungen und Entdeckungen gemacht wie in der RENAISSANCE.

Mit Licht, Musik und elf großen Figuren, die uns auf der Bühne Gesellschaft leisten, können wir dem Entstehen eines neuen Weltbildes lauschen. Humanismus und Aufklärung zeigen in diesen Novellen ihr junges Gesicht. Der Abschied vom Mittelalter wird hier vollzogen.

 

 

   

© Astrid Kirschey
 

 

Das Projekt wird gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NordrheinWestfalen.

  

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