Liebe Zuschauer,

 

Wie es sich jetzt darstellt, werden wir nur eine virtuelle Premiere machen können.

Das tut uns sehr leid.

Die ausgefallenen Termine werden auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Allerdings finden die Proben wie geplant statt, damit wir zum vorgesehenen Premierentermin wenigstens ein Video hochladen können.

Ihre VIOLETTA's

 

Szenische Lesung mit Eva Wieden                           

Giovanni Boccaccio                     

DEKAMERON

 

  

24. April 19.30 Uhr Premiere  

25. April 19.30 Uhr

beide Termine entfallen 

 

Güterhallen Solingen. Halle 26.

 

 

Eintrittspreise: 10.- erm.: 7,- €

         

Die Geschichten des 1. Abends:

1348 - die Pest erreicht Florenz

Chichibio, der schlaue Venezianer

Die gefährliche Frage des Sultans von Babylon

Das böse Gesetz von Prato

Warum Abraham von Paris nach Rom reiste

Der Kalendermacher aus Pisa

Boccaccios Abschied von den anmutigen Damen

     

             

   

Fiammetta und Dioneo

 

Neifile und Filomena

 

1348. Die Pest erreicht im Frühjahr Florenz.

Geschätzt hunderttausend Menschen sterben allein in dieser Stadt an der Seuche.

Die Gesellschaft zerfällt. Sitten, Werte und moralische Grenzen gelten nicht mehr. Anarchie und der Zulauf zu obskuren Sekten und selbsternannten Heilsbringern sind Folgen der Katastrophe. In dieser von Verzweiflung und Untergangsvisionen geprägten Zeit schreibt Giovanni Boccaccio das DEKAMERON.

Worum geht es da?

Der Dichter schickt uns mit zehn jungen Leuten, die dem Entsetzen in ihrer Stadt den Rücken kehren wollen, in traumhaft schöne italienische Gärten. Zehn Tage und zehn Nächte erzählen sie einander Geschichten von Hoffnungen, Freuden und Genüssen. Arm und Reich, Schlau und Dumm, Hoch und Niedrig, Hässlich und Schön – alles bekommt seinen speziellen Auftritt.

Heute, aus der Distanz von mehr als 600 Jahren fühlen wir, wie nahe sie uns sind, wenn sie sich amüsieren. Hier behauptet sich das Leben selbst mit Humor und Gelächter gegen die Verzweiflung, welche die Seuche verbreitet.

Tatsächlich ist dies der Beginn einer Epoche von berauschender Frische und Schönheit. Nie wieder hat die Menschheit in so kurzer Zeit so viele sinnvolle und bahnbrechende Erfindungen und Entdeckungen gemacht wie in der RENAISSANCE.

Mit Licht, Musik und elf großen Figuren, die uns auf der Bühne Gesellschaft leisten, können wir dem Entstehen eines neuen Weltbildes lauschen. Humanismus und Aufklärung zeigen in diesen Novellen ihr junges Gesicht.

Der Abschied vom Mittelalter wird hier vollzogen.

    


hinten v.l.: Lauretta, Fiammetta, Dioneo,

vorn v.l.: Emilia, Filomena, Panfilo, Elissa, Filostrato, Neifile, Pampinea

 

Textbearbeitung, Musik: Eva Wieden

Technische Realisation, Ton und Licht: Wolfgang Wieden

 

© Fotos: Astrid Kirschey

 

Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NordrheinWestfalen.

  

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